Senatorin: Kein Geschäftsfeld für Hells Angels ermöglichen

Von dpa
Kristina Vogt, Wirtschaftssenatorin von Bremen.
Kristina Vogt, Wirtschaftssenatorin von Bremen. Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Bremen - Die Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) hat im Zusammenhang mit einem Bordell, das mutmaßlich unter dem Einfluss der in Bremen verbotenen Rockergruppe Hells Angels steht, eine Taskforce wieder eingesetzt. Ihr gehören Vertreter aus dem Wirtschafts-, dem Innen-, dem Stadtentwicklungs- sowie dem Gesundheits- und Frauenressort an. Sie sollen nach einem Geschäftsführerwechsel beim Bordellbetreiber erneut die gewerberechtlichen Vorgaben prüfen.

„Es darf kein Zweifel daran bestehen, dass wir alle rechtlichen Mittel ausschöpfen werden, um Geschäfte unter Einfluss der in Bremen verbotenen Hells Angels in Bremen zu verhindern“, begründete Vogt den Schritt. Dazu bedürfe es einer gemeinsamen Arbeitsstruktur. Es gehe um eine entschiedenes Vorgehen gegen organisierte Kriminalität. Die Taskforce war bereits in einem ersten Verfahren gegen die Betreiber aktiv.

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte sich im März gerichtlich gegen die Betreibergesellschaft durchgesetzt. Die hatte ihm untersagen lassen wollen, die damaligen Geschäftsführerinnen als „Strohfrauen“ für die Hells Angels zu bezeichnen. Das Verwaltungsgericht entschied zugunsten Mäurers und stufte dessen Äußerungen als „wahre Tatsachenbehauptungen“ ein.