Senatorin zufrieden mit erstem Test für weniger Autoverkehr

Von dpa 09.08.2021, 06:16
Maike Schaefer (Grüne) sitzt bei einer Pressekonferenz.
Maike Schaefer (Grüne) sitzt bei einer Pressekonferenz. Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Bremen - Zwei Wochen nach dem Aufbau einer Surfwelle auf einer Straße mitten in Bremen zieht das Verkehrsressort eine positive Zwischenbilanz. „Es ist gelungen, viele Menschen an die Martinistraße zu locken, um diese mal ganz anders zu erleben - eben nicht als lärmumtosten Straßenraum“, teilte Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) am Montag mit. „Ich bin sehr zufrieden.“ Die Aktion erfolgte im Rahmen eines Tests für weniger Autoverkehr im Zentrum.

Die sonst vierspurige Martinistraße in der Innenstadt war Ende Juli für den Verkehr gesperrt worden. Neben der Surfwelle wurde auf der Durchgangsstraße auch ein improvisierter Strand eingerichtet, diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen wurden aufgestellt. Knapp 650 Surferinnen und Surfer nutzten die Welle, wie das Verkehrsressort mitteilte.

Die Sperrung war für das von den Grünen geführte Ressort der erste von verschiedenen Tests zur Verkehrsführung auf der Straße im Zentrum der Hansestadt. Sie soll von vier auf zwei Spuren verengt werden. Von diesem Montag an soll nun der eigentliche Verkehrsversuch folgen. Zunächst wird ein Zweirichtungsverkehr eingerichtet, dann eine Teil-Einbahnstraße.

Die Pläne sind in der Stadtpolitik umstritten. Der Verkehrsversuch werde zu Staus führen und den Einzelhandel schädigen, hieß es zuletzt in einer Mitteilung der Handelskammer, der CityInitiative des Einzelhandels und des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga.