Sinkende Infektionen: Land lässt Pendlerförderung auslaufen

Von dpa
Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht mit der Presse.
Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht mit der Presse. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Dresden - Sachsen lässt angesichts sinkender Infektionszahlen die Pendlerförderung in der Corona-Krise auslaufen. Zum 4. Juni ende die Förderrichtlinie, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Mittwoch in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts. Sächsische Unternehmen können aber noch bis zum 15. Juli rückwirkend Zuschüsse für Tests und Übernachtungskosten für Pendler aus Polen oder Tschechien beantragen. Nicht nur in Sachsen, auch in den beiden Nachbarländern entspanne sich die Situation in der Corona-Pandemie, sagte Dulig.

Bereits seit Mitte Mai sieht der Bund bei der Einreise keine verpflichtenden Corona-Tests für Berufspendler mehr vor, die Grenze darf zum Arbeiten ohne Einschränkungen überquert werden.

Sachsen hatte Firmen, die Pendler aus Polen und Tschechien beschäftigen, bei Test- und Übernachtungskosten finanziell unterstützt. Dulig geht insgesamt von Kosten in Höhe von rund vier Millionen Euro aus. Allein in diesem Jahr stellten sächsische Unternehmen mehr als 700 Anträge mit einem Volumen von rund 1,5 Millionen Euro.