Schloss Neuhardenberg

Sonderausstellung erinnert an Karl August von Hardenberg

Von dpa Aktualisiert: 24.09.2022, 22:05

Neuhardenberg - Mit einer Sonderausstellung erinnert die Stiftung Schloss Neuhardenberg zum 200. Todestag (26.9.) an den Namensgeber Karl August von Hardenberg (1750-1822). Die Ausstellung sei durch Porträts des preußischen Staatskanzlers, Aristokraten und Reformers aus verschiedenen Lebensphasen gegliedert, teilte die Stiftung am Freitag mit.

Karl August von Hardenberg wurde zum Dank für seine Verdienste um Preußen von König Friedrich Wilhelm III. in den Fürstenstand erhoben. Zudem bekam er als Lehen den Ort Quilitz, der daraufhin in Neu-Hardenberg umbenannt wurde. Dies markierte nach Angaben der Stiftung das Ende seiner langen, nicht immer geradlinig verlaufenden Karriere in unterschiedlichen Diensten.

Anhand zahlreicher originaler Kunstwerke und Dokumente aus Museen, Archiven und Privatbesitz zeigt die Schau vom 25. September bis zum 4. Dezember 2022 in der Ausstellungshalle auf Schloss Neuhardenberg die Biografie und die Person von Hardenbergs aus unterschiedlichen Perspektiven. Kuratiert wurde sie von Anne-Katrin Ziesak und Simone Neuhäuser.

Im Rahmen der Ausstellung gibt es eine Lesung und eine Podiumsdiskussion: So liest am 22. Oktober Schauspieler Manfred Zapatka aus Günter de Bruyns „Die Somnambule oder des Staatskanzlers Tod“. Der Roman erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe in den letzten bewegten Lebensjahren Karl August von Hardenbergs - zwischen Machtkämpfen und Affären, Romantik und Restauration.

Eine Brücke in die Gegenwart schlägt die „Neuhardenberger Rede Stillstand im Reformstau. Blockiert sich die Demokratie selbst?“ von Historiker Christoph Stölzl. Dazu folgt ein Podiumsgespräch (27.11.) mit der französischen Journalistin Pascale Hugues, dem Journalisten und Politikwissenschaftler Basil Kerski und dem ersten grünen Bundesumweltminister Jürgen Trittin.