Sonderforschungsbereich wird verlängert: 12 Millionen Euro

Von dpa
Der Eingang zur Universitätsmedizin Rostock.
Der Eingang zur Universitätsmedizin Rostock. Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Rostock - Der Sonderforschungsbereich „Elektrisch Aktive Implantate“ (Elaine) der Universität Rostock kann für weitere vier Jahre arbeiten. Die zweite Förderperiode werde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit mehr als zwölf Millionen Euro unterstützt, sagte Projektsprecherin Ursula van Rienen von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, am Donnerstag. An Elaine seien 14 Institute der Universität und Universitätsmedizin Rostock sowie vier weitere Universitäten beteiligt. Mit dem Geld sollen insbesondere 28 Nachwuchswissenschaftler finanziert werden.

Die Vision sei, autonom arbeitende, elektrische Langzeitstimulatoren zu entwickeln, die voll programmierbar und implantierbar sind, wie van Rienen sagte. So könnten mit den elektrisch aktiven Implantaten Knochen und Knorpel zur Regeneration anregt werden. Mit ihnen könnten künftig auch über die sogenannte Tiefenhirnstimulation Bewegungsstörungen wie die Parkinson-Krankheit behandelt werden.

Hintergrund der Forschungen sei die rasche Alterung der Bevölkerung. Bis zum Jahr 2060 werde jede dritte Person, die in Deutschland lebt, älter als 65 Jahre sein. Aus diesem Grund sei die soziale und sozioökonomische Bedeutung regenerativer Therapien deutlich gestiegen, hieß es. Dies gelte insbesondere für Implantate: Je älter die Menschen werden, desto mehr medizinische Implantate für verschiedene Indikationen seien erforderlich und desto häufiger müssten sie im Verlauf der Therapie ausgetauscht werden.