SPD-Landeschefin Midyatli fordert einheitliche Corona-Regeln

Von dpa
Serpil Midyatli (SPD) spricht.
Serpil Midyatli (SPD) spricht. Frank Molter/dpa/Archivbild

Kiel - Die schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli hat die Länder zu einem einheitlichen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus aufgefordert. Im Hinblick auf Kriterien für Schutzmaßnahmen über die Inzidenz hinaus sollte die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag Antworten geben, damit die Länder nicht alle ihre eigenen Regeln machen, sagte Midyatli am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Vor allem ist wichtig, dass die MPK mit einer Stimme spricht - das war ja leider nicht immer der Fall und das führt zu Verwirrung.“

Wichtig wäre aus Sicht der SPD-Politikerin auch ein einheitlicher Appell der Regierungschefs für ein verstärktes Impfen. Sie forderte zudem akute Hilfe für Schüler mit Corona-Versäumnissen über Nachhilfe-Gutscheine und darüber hinaus ein Aufholpaket für jedes Jahr im nächsten Jahrzehnt. „Die Durchlässigkeit, die wir in unserem Bildungssystem in den 1970er Jahren hatten, ist längst wieder verschwunden“, sagte Midyatli. „Ich würde mir wünschen, dass auch im Bundestagswahlkampf stärker darüber diskutiert wird, wie oft heute Herkunft gleichzeitig Schicksal ist.“