Städtebund fordert Landeshilfe bei Tourismus-Neustart

Der Tourismus läuft gerade vielerorts in Niedersachsen langsam wieder an. Um so richtig in Fahrt zu kommen, wünscht sich der Städte- und Gemeindebund, dass das Land den Kommunen stärker unter die Arme greift. Ein Vorbild könnte demnach Bayern sein.

Von dpa
Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen, spricht im Landtag.
Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen, spricht im Landtag. Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Hannover - Für den Neustart des Tourismus in Niedersachsen fordert der Städte- und Gemeindebund Unterstützung vom Land - etwa nach bayrischem Vorbild. „Nur wenn die Kommunen hier vom Land, wie zum Beispiel in Bayern, nachhaltig unterstützt werden, wird es gelingen, die Arbeitsplätze und die daran hängenden Steuereinnahmen zu sichern“, sagte der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek, der Deutschen Presse-Agentur vor dem Niedersächsischen Tourismusdialog des Verbandes am Donnerstag.

Bayern habe zuletzt etwa Kur- und Heilorte im Freistaat bei dem Aufbau eines digitalen Gesundheitsportals unterstützt - es diene als Informationsplattform für Touristen und Patienten. Dadurch seien die Orte für einen Neustart in der Corona-Pandemie nun gut aufgestellt. In Niedersachsen hingen fast 300.000 Arbeitsplätze am Tourismus. „Diese Arbeitsplätze gilt es zu sichern und aus der Krise den Weg für einen nachhaltigen, zeitgemäßen Tourismus in Niedersachsen zu finden“, sagte Bullerdiek. Dazu zählten etwa gemeinsame Werbekonzepte, abgestimmte Buchungssysteme und die Digitalisierung der Tourismuswirtschaft, der Kurorte und Heilbäder.

Bei dem virtuellen Niedersächsischen Tourismusdialog wollen Vertreter des Städte- und Gemeindebundes am Donnerstag mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) beraten, wie Land und Kommunen zusammen Wege aus der Krise finden.