Energieversorgung

Stadtwerke in Brandenburg erhöhen die Strompreise

Von dpa Aktualisiert: 26.11.2022, 21:47
Die Sonne geht hinter einem Umspannwerk auf.
Die Sonne geht hinter einem Umspannwerk auf. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Potsdam - Stromkunden in Brandenburg müssen sich in den kommenden Monaten auf Preiserhöhungen einstellen. Die Stadtwerke in Potsdam erhöhen zum Januar 2023 die Preise, wie es in einer Mitteilung des Energieversorgers hieß. Ein Haushalt in der Landeshauptstadt mit einem Jahresverbrauch von 1800 Kilowattstunden bezahlt ab dann 13,61 Euro pro Monat mehr. Das entspreche einem Plus von 21 Prozent. Konkret steigt der Preis von 37,96 Cent pro Kilowattstunde auf 46,48 Cent.

Den Angaben einer Sprecherin zufolge ist es die vierte Änderung seit Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar. Die Stadtwerke in Potsdam begründeten die Erhöhung mit den gestiegenen Energiepreisen: Der Einkaufspreis für Strom habe sich seit Anfang 2021 verzehnfacht. Auch wenn es zwischendurch leichte Schwankungen gebe, bleibe der Preis auf hohem Niveau. „Es ist nicht absehbar, wann diese Hochpreisphase endet“, hieß es weiter.

In Frankfurt (Oder) werden die Preise in Kürze erhöht. Ab 1. Dezember müssen Kunden der Stadtwerke 51,73 Cent pro Kilowattstunde zahlen, zuvor waren es 35,07. Wie die Stadtwerke im November mitteilten, gibt es im Januar keine weitere Erhöhung: Obwohl sich zum 1. Januar 2023 die Netzentgelte für Strom um circa 2,965 Cent pro Kilowattstunde erhöhten, würden die Stadtwerke diese Erhöhung nicht an ihre Kunden weitergeben, hieß es.

In Brandenburg/Havel steigen die Preise zum 1. Januar 2023. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 2500 Kilowattstunden im Jahr erhöht sich der monatliche Preis im Fix-Tarif des Unternehmens im Stadtgebiet um rund 35 Euro, wie es in einer Mitteilung hieß. Das sei die erste Preisanpassung in den Fix-Tarifen seit einem Jahr. Sollten sich Steuern und Umlagen im kommenden Jahr ändern, würden die Fixpreise angepasst werden - nach oben genauso wie nach unten. „Selbstverständlich setzen wir alle staatlichen Maßnahmen zur Entlastung unserer Kunden um“, wurde der kaufmännische Geschäftsführer Michael Woik in der Mitteilung zitiert.

Die geplante Strompreisbremse der Bundesregierung soll Haushalte und Unternehmen entlasten. Haushalte und kleinere Unternehmen erhalten 80 Prozent ihres bisherigen Stromverbrauchs zu einem garantierten Bruttopreis von 40 Cent pro Kilowattstunde. Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch sollen 70 Prozent ihres bisherigen Stromverbrauchs zu einem garantierten Netto-Arbeitspreis von 13 Cent pro Kilowattstunde bekommen. Die Bremse soll ab März gelten, dann soll es auch eine Auszahlung der Entlastungsbeträge für Januar und Februar geben.