Thüringen mit bundesweit zweithöchstem Beschäftigungsverlust

Von dpa
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet.
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Erfurt - Die Corona-Pandemie hat den Beschäftigungsverlust in Thüringen beschleunigt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hatten etwas mehr als eine Million Männer und Frauen einen Arbeitsplatz im Freistaat. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes von Donnerstag 19.900 Arbeitnehmer oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist nach dem Saarland (minus 2,5 Prozent) deutschlandweit der zweithöchste Beschäftigungsrückgang. In Deutschland sank die Erwerbstätigenzahl von Januar bis März um 1,6 Prozent.

In Thüringen nimmt die Erwerbstätigenzahl seit April 2019 ab. Dieser Rückgang hat sich den Statistikern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie aber verstärkt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres verringerte sich in Thüringen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den Angaben zufolge um 7600 Personen und die der ausschließlich geringfügig Beschäftigten um 6600.

Kurzarbeiter zählen laut der Statistik zu den Erwerbstätigen. Die seit dem Auftreten der Corona-Pandemie verstärkte Nutzung der Kurzarbeit dämpfe das Ausmaß der rückläufigen Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen in Deutschland, hieß es.