Gesundheit

Thüringen prüft Ende von Entschädigung bei Quarantäne

Von dpa
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner in Erfurt.
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner in Erfurt. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild

Erfurt - Thüringen prüft ein Ende von Entschädigungszahlungen für Arbeitnehmer bei vermeidbaren Quarantänefällen. „Vermeidbar ist eine Quarantäne, wenn man sich durch eine Impfung schützen könnte, das aber nicht getan hat“, erklärte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Freitag. Man setze damit den Weg fort, Ausnahmeregelungen im Zusammenhang mit Covid-19 langsam wieder zurückzunehmen.

Werner betonte, es gehe nicht darum, mehr Druck auf die Menschen aufzubauen, sich impfen zu lassen. „Ich möchte, dass sich die Menschen bewusst für eine Impfung entscheiden, weil es die beste Möglichkeit ist, sich selbst und andere vor einem schweren Corona-Verlauf zu schützen“, so Werner. Die neue Regelung soll voraussichtlich Mitte Oktober in Kraft treten.

Betroffen seien dann beispielsweise Ungeimpfte, die nach einer Auslandsreise in Quarantäne müssen, oder ungeimpfte Arbeitnehmer, die im Rahmen der Kontaktnachverfolgung in Quarantäne müssen.

„Wenn eine Infektion wirklich bestätigt ist und die betroffene Person Corona-typische Symptome aufweist, trifft dies nicht zu: Dann gelten die Betroffenen als "arbeitsunfähig" und bekommen auf dieser Grundlage auch eine Lohnfortzahlung wie bei anderen Krankheiten“, teilte das Gesundheitsministerium mit.