Tod nach Trinkgelage: Plädoyer der Verteidigung

Von dpa
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Rostock - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines 40-jährigen Mannes nach einem Trinkgelage in Rostock wird am Landgericht am Montag das Plädoyer der Verteidigung erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat wegen Mordes lebenslange Haft für den 37-jährigen Angeklagten beantragt. Er habe seinen Freund aus Heimtücke und Mordlust getötet, sagte die Staatsanwältin am vorausgegangenen Prozesstag in ihrem Plädoyer. Zusätzlich beantragte sie Sicherungsverwahrung für den mehrfach vorbestraften Deutschen.

Der Prozess habe ergeben, dass der Mann im Mai 2020 seinen auf dem Sofa vermutlich schlafenden Freund mit einem Messer, einer Schere und einer Machete so umbringen wollte, wie er es zuvor in zahlreichen Gewaltvideos gesehen hatte. Den Abend vor der Tat hätten die beiden damit verbracht zu trinken, Drogen zu nehmen und Filme zu schauen. Es gebe keine Hinweise auf einen Streit zwischen ihnen. Wann das Urteil verkündet werden soll, hat die Strafkammer bislang nicht mitgeteilt.