Tourismus-Neustart: Kommunen und Land suchen Perspektiven

Von dpa
Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette für einen Schnelltest.
Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette für einen Schnelltest. Zacharie Scheurer/dpa/Symbolbild

Hannover - Nacht monatelanger Schließung des Tourismus haben Vertreter von Städten und Gemeinden in Niedersachsen mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) über Perspektiven für die angeschlagene Branche beraten. Land und Kommunen plädierten dafür, mittelfristig die Potenziale im Tourismus etwa durch eine bessere Vermarktung stärker zu nutzen.

Bei kurzfristigen Erleichterungen standen vor allem die Testpflicht bei Hotellerie und Gastronomie sowie weitere Öffnungsschritte im Fokus der Diskussionen beim virtuellen Tourismusdialog, zu dem der niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSTG) am Donnerstag eingeladen hatte.

„Wir merken, dass die Testpflicht den Leuten nicht gefällt“, benannte NSTG-Präsident Marco Trips eine Sorge des Gastgewerbes. „Ob es notwendig ist, alle zwei Tage einen Test zu machen, da sind wir glaube ich bald darüber hinweg“, sagte Trips angesichts sinkender Inzidenzen. Wirtschaftsminister Althusmann betonte, die Testungen schafften auch ein Stück Sicherheit und könnten dazu beitragen, die Inzidenz im Sommer unter 10 zu drücken - dann sei es möglich, einen weitgehend „normalen“ Sommer zu erleben. „Ich halte es nach wie vor für sinnvoll, dass wir das Testen nicht aus dem Blick verlieren“, sagte er.

Um den Tourismus in Niedersachsen künftig zu stärken, schlug NSTG-Präsident Trips vor, unabhängig von der Corona-Pandemie eine Gesamtstrategie für den Tourismus zu entwickeln. Nachhaltigkeit und Digitalisierung seien als „Megatrends“ nach der Corona-Pandemie schon jetzt identifizierbar. Das Land könne etwa bei der Vermarktung helfen, sagte Trips. „Die Pandemie zeigt, dass wir jetzt die Chance nutzen können, zusammen mit nachhaltigem Tourismus die Menschen im Inland zu binden, in unseren Tourismuszielen attraktive Angebote zu machen - und ich glaube, wir müssen das auch nach vorne stellen.“