Trotz FIFA-Klage: Leipzig wartet auf Augustin-Entscheidung

Von dpa
Leipzigs Jean-Kevin Augustin.
Leipzigs Jean-Kevin Augustin. Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild

Leipzig - Fußball-Bundesligist RB Leipzig wartet noch immer auf eine Entscheidung über die Ablösesumme von Ex-Stürmer Jean-Kévin Augustin. Im Streit mit dem englischen Club Leeds United hatte man im Oktober vergangenen Jahres den Weltverband FIFA eingeschaltet und juristische Schritte eingeleitet. Mit einem Ergebnis hatte man im März oder April gerechnet. „Wir warten noch immer auf das Urteil. Wir sehen dem sehr gelassen entgegen“, sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff auf einer Fan-Videokonferenz.

Augustin war in der Rückrunde der Saison 2019/20 an den damaligen Zweitligisten Leeds verliehen gewesen. Das Geschäft war mit einer Kaufpflicht über 21 Millionen Euro verbunden, sollte der Club aus Yorkshire aufsteigen. Der Aufstieg gelang, war aber aufgrund der Corona-Zwangspause erst im Juli perfekt. Da sich Augustin in Leeds nicht durchsetzen konnte, argumentierte man dort, dass die Leihe bereits Ende Juni abgelaufen sei und die Kaufpflicht nicht greife.

Mittlerweile steht Augustin beim FC Nantes unter Vertrag. Doch auch bei dem französischen Erstligisten fand der 23-Jährige nicht zu alter Stärke zurück und wurde im Februar in die zweite Mannschaft geschickt. Leipzig hatte für Augustin im Sommer 2017 noch 16 Millionen Euro an Paris Saint-Germain überwiesen.