TU startet Mini-Satellit für Waldbrand-Beobachtung

Von dpa 01.07.2021, 16:44
Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin an der Straße des 17. Juni.
Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin an der Straße des 17. Juni. Anne Pollmann/dpa/Archivbild

Berlin - Die Technische Universität Berlin hat einen neuen Satelliten zur Beobachtung von Waldbränden im All. Der nur 22,5 Kilo leichte Mikrosatellit mit mehreren Infrarotkameras an Bord sendet seit Donnerstag aus einer Umlaufbahn in 530 Kilometern Höhe Signale zur Erde, teilte die Hochschule am Donnerstag mit. Gestartet war das Modell zum Experimentieren am Mittwoch mit einer Rakete von Cape Canaveral im US-Staat Florida.

Nach Angaben der Forscher dauert es allerdings neun Tage, bis der Satellit ein bestimmtes Gebiet auf der Erde erneut beobachten kann. Für eine Rund-um-die Uhr-Überwachung von Waldbränden an einem Ort wäre eine ganze Flotte solcher Mini-Satelliten nötig. Ob die kostengünstige Technik zukunftsfähig ist, soll der Test zeigen. Der Berliner Satellit soll fünf bis sechs Jahre im All bleiben, ehe er verglüht.

Der Klimawandel sorgt in vielen Regionen der Welt für verlängerte Waldbrandperioden. Auch die Vegetation in Deutschland sei mehr als früher durch Großfeuer gefährdet, hieß es von der TU. Die Mission wolle verstärkt europäische Waldbrände im Blick haben.

Die TU Berlin hat viel Erfahrung bei der Entwicklung und beim Test von Kleinstsatelliten. Der jüngste Start war nach eigenen Angaben das 27. Modell in fast 30 Jahren.