Umweltamt lässt Hochwasserdeiche vermessen

Von dpa

Potsdam - Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat mit Hilfe eines modernen Messverfahrens hochgenaue Daten über den Zustand der Hochwasserschutzdeiche in Teilen des Landes erheben lassen. Seit Februar seien mit einem an einem Flugzeug angebrachten Laserscanner rund 615 Kilometer entlang der Oder, Lausitzer Neiße und Spree vermessen worden, teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Aufgrund der hohen Datenmenge werde jedoch erst im vierten Quartal dieses Jahres mit Ergebnissen gerechnet.

Die gesammelten Messwerte sollen unter anderem Aufschluss über Stellen in Deichen geben, die mittlerweile niedriger als ursprünglich gebaut liegen. Zudem seien über das Verfahren auch Informationen über die Vegetation eingesammelt worden. Im kommenden Jahr sollen dann die Deiche im Landkreis Elbe-Prignitz und an der Havel vermessen werden. An der Schwarzen Elster sowie an der Elbe im Landkreis Elbe-Elster habe es die Vermessungsarbeiten bereits im vergangenen Jahr gegeben.

Mit dem Laserscan-Verfahren läßt sich laut Umweltministerium die Geländeoberfläche zentimetergenau erfassen. In Kombination mit hochauflösenden Bildern aus der Luft schaffe das eine wichtige Grundlage, um sowohl Unterhaltung als auch Planung von Hochwasserschutzanlagen zu verbessern.