Verband: Steigende Baupreise zu erwarten

Von dpa

Frankfurt/Main - Die Immobilienwirtschaft stimmt Bauherren auf höhere Kosten und längere Bauzeiten ein. Angesichts „rasant steigender Preise“ für Baumaterialien wie Holz, Stahl und Dämmmaterial um teils mehr als 50 Prozent sowie Lieferengpässen im zweiten Quartal könne es zu Bauverzögerungen und Kostensteigerungen kommen, teilte der Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland am Mittwoch mit.

Obwohl Bauen teurer geworden sei, sei die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen in Hessen und Rheinland-Pfalz ungebrochen. Investoren seien in beiden Bundesländern überwiegend Privatleute und mittelständische Wohnungsunternehmen.

„Die privaten Unternehmen könnten noch deutlich mehr bauen, wenn die Kommunen die dafür nötigen Grundstücke entwickeln würden, die Behörden Bauanträge schneller genehmigten und die Länder die nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen würden“, erklärte Verbandsgeschäftsführer Gerald Lipka. „Nur wenn mehr Wohnungen angeboten werden können, wird der Wohnungsmarkt dauerhaft entlastet und der Preisanstieg gedämpft.“ Der Verband vertritt die Interessen von Bauträgern, Vermietern und Verwaltern in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.