Virtuelle Mondfahrt: Zwei Sonderausstellungen

Monatelang waren die Museen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Seit Kurzem sind sie wieder geöffnet und ab Freitag sind Besucher auch von der Testpflicht befreit. Das weckt auch im Phantechnikum Hoffnungen auf wachsenden Zulauf.

Von dpa
Das Modell der Apollo-Sojus-Kopplung von 1975 ist in der Sonderausstellung zu sehen.
Das Modell der Apollo-Sojus-Kopplung von 1975 ist in der Sonderausstellung zu sehen. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Wismar - Die Museen in Mecklenburg-Vorpommern erhoffen sich mit dem Wegfall der Testpflicht von diesem Freitag an wieder deutlich mehr Zulauf. „Die bislang vorgeschriebenen Corona-Tests haben wohl doch viele davon abgehalten, ins Museum zu gehen. Das hat nun hoffentlich ein Ende“, sagte Nastasja Henn, Sprecherin des Technischen Landesmuseums Phantechnikum in Wismar. Nach Angaben des Landesmuseumsverbandes hatten die Häuser nach Wiedereröffnung Anfang Juni teilweise bis zu 50 Prozent der potenziellen Gäste wegen fehlender Tests abweisen müssen. Die Besuchszahlen seien gegenüber 2020 um bis zu 80 Prozent gesunken.

Das Phantechnikum, das coronabedingt mehr als ein halbes Jahr geschlossen war, bietet seit dem Neustart zwei Sonderausstellungen. In der Lufthalle lassen historische Fotos, Mitmachstationen, Simulatoren und Modelle den „Traum vom Fliegen“ wach werden. Die zweite Sonderschau widmet sich unter dem Titel „Wettlauf zu den Sternen“ der Geschichte der bemannten Raumfahrt. Dabei können Besucher auch einen Kurztrip über den Mond unternehmen: Im Nachbau eines amerikanischen Mondmobils mit einer virtuellen Brille vor den Augen. Henn verspricht ein einmaliges Erlebnis.

Für die nun begonnenen Ferien gebe es zunächst noch keine speziellen Angebote für Kinder. Zum einen sei die Vorbereitungszeit wegen der vorgezogenen Öffnungsschritte recht kurz gewesen. Zum anderen würden die noch geltenden Corona-Schutzvorschriften Gruppenführungen und Mitmachaktionen erschweren. Nichtsdestotrotz wolle das Museum seinen Besuchern etwas bieten und plane daher kurzfristig ein Museumsfest für Flugzeugbegeisterte am 17. Juli, so Henn.

Das Phantechnikum war 2012 eröffnet worden. Es zeigt Exponate aus der Welt der Technik und vermittelte regionale Technikgeschichte. Mit der TechnikSchule ist das Museum auch außerschulischer Bildungsstandort.