Krankenhäuser

Vorerst kein Arbeitskampf beim Ernst von Bergmann-Klinikum

Von dpa
Der Eingangsbereich des Ernst von Bergmann Klinikums.
Der Eingangsbereich des Ernst von Bergmann Klinikums. Fabian Sommer/dpa/archivbild

Potsdam - Beim Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum wird es zunächst keinen Streik für mehr Entlastung bei der Arbeit geben. Die nötigen Unterschriften seien nicht zusammengekommen, bestätigte Torsten Schulz, Gewerkschaftssekretär im Gesundheits- und Sozialwesen, am Dienstag. Zunächst hatte die Zeitung „Potsdamer Neueste Nachrichten“ berichtet.

Seit rund zwei Monaten hatte die Gewerkschaft Stimmen für den Arbeitskampf gesammelt. Verdi wollte damit Verhandlungen über eine vertragliche Mindestbesetzung auf Stationen und in OP-Sälen durchsetzen. Wird in einem Bereich die Mindestbesetzung nicht eingehalten, sollte es freie Tage als Ausgleich geben. Sollte es darüber keine Einigung geben, drohte Verdi mit Streik ab November.

Doch für den Arbeitskampf wäre die Unterstützung der Hälfte der Mitarbeiter nötig gewesen. Es kamen aber nur 550 der benötigten 700 Unterschriften zusammen. „Ich habe viel Resignation gemerkt“, sagte Schulz. Berlin, wo Pflegekräfte bei den Vivantes-Kliniken und der Charité bereits streiken, sei für viele Potsdamer weit weg.

Vorbei ist das Thema damit aber noch nicht, sagte Schulz. Nun könnten die Mitarbeiter selbst entscheiden, ob sie für mehr Entlastung kämpfen wollen. 20 Prozent der Klinik-Mitarbeiter müssten sich in der Gewerkschaft organisieren, um Verhandlungen mit der Klinik-Leitung aufnehmen zu können. Das wären 280 Mitglieder, über die Unterschriftenaktion erreichte Verdi bislang 220. Schulz arbeitet nach eigenen Angaben schon an einem Flugblatt mit Beitrittserklärung.