Vorpremiere von Dokumentarfilm „Wem gehört mein Dorf?“

Viele heute touristisch geprägte Orte an den Küsten haben in den vergangenen Jahrzehnten einen teils dramatischen Strukturwandel erlebt. Ein Film geht der Frage nach, ob das ein unausweichliches Schicksal ist.

Von dpa

Göhren - In Göhren auf Rügen wird am Samstag in einer Vorpremiere der Dokumentarfilm „Wem gehört mein Dorf?“ gezeigt. Die Regie führte der von Rügen stammende Christoph Eder. Es sei am Beispiel seines Heimatorts ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie entstanden. Nirgendwo sei die politische Mitbestimmung so unmittelbar wie in der Lokalpolitik, teilte Jip Film & Verleih mit. Das Unternehmen plant rund um den Kinostart eine Tour mit dem Regisseur und Kooperationspartnern, insbesondere an der Küste.

In dem Film, der am 12. August bundesweit in die Kinos kommen soll, gehe es um den Ausverkauf der Kommunen und um die Sanierung von Wohnbauten mit anschließender Verdrängung der dort ansässigen Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten. Auch Strukturwandel, Tourismus oder Naturschutz spielten eine Rolle.

Von der Deutschen Film- und Medienbewertung habe „Wem gehört mein Dorf?“ bereits das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten. Der 96 Minuten dauernde Film zeige, dass Veränderung im Kleinen beginnen und dabei große Wellen schlagen kann. Der Film, der Sonntag auch noch in Bergen auf Rügen zu sehen sein wird, feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb Dokumentarfilm des Filmfestivals Max Ophüls Preis 2021.