Wadephul nennt Grünen-Äußerung zur A20 Schlag ins Gesicht

Von dpa
Johann Wadephul (CDU), Mitglied des Bundestags, spricht.
Johann Wadephul (CDU), Mitglied des Bundestags, spricht. Axel Heimken/dpa/Archivbild

Kiel - Schleswig-Holstein CDU-Spitzenkandidat für den Bundestag, Johann Wadephul, hat Äußerungen von Grünen-Landeschef Steffen Regis zum geplanten Weiterbau der Autobahn 20 scharf kritisiert. „Den Weiterbau der A20 als sinnlos zu bezeichnen, ist ein Schlag ins Gesicht der Westküste durch Herrn Regis“, sagte Wadephul am Montag. Dort warteten Menschen seit Jahren auf die Fertigstellung. „Die A20 wird von grüner Seite als reine Klimabelastung verunglimpft. Das ist schlicht und einfach falsch.“

Die Küstenautobahn werde den Verkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg entlasten. „So wird eine fertiggestellte A20 das innerstädtische Stauaufkommen in Hamburg und Bad Segeberg erheblich reduzieren“, sagte Wadephul. Der Weiterbau werde seit Jahren von Umweltverbänden mit tatkräftiger Unterstützung der Grünen behindert. „Herr Regis hat anscheinend vergessen, dass sich die Grünen in der Landesregierung verpflichtet haben, den Weiterbau der A20 zügig voranzutreiben.“

Regis hatte zuvor der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Der Bau der A20 ist ein Dinosaurier-Projekt, das verkehrs- und klimapolitisch noch nie Sinn machte und jetzt erst recht nicht mehr.“ Durch den Bau der Autobahn würden kostbare Moorgebiete gefährdet, die im Kampf gegen die Klimakrise dringend notwendig seien. „Und für die Verkehrswende im Norden wäre die A20 ein Bärendienst.“

Schleswig-Holsteins Jamaika-Koalition, in der seine Partei mit CDU und FDP regiert, setzt sich aber für den Weiterbau der wichtigen Ost-West-Tangente ein. Die A20, die aus Brandenburg über Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein einmal bis Niedersachsen führen soll, endet derzeit kurz vor Bad Segeberg.