Parteien

Wahlkampf-Endspurt: Laschet ruft Union zum kämpfen auf

Von dpa 04.09.2021, 15:07
Armin Laschet (CDU) bei einem Termin.
Armin Laschet (CDU) bei einem Termin. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Braunschweig - Eine Woche vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen gehen die Parteien in den Wahlkampf-Endspurt: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet rief seine Partei am Samstag angesichts sinkender Umfragewerte zum Kämpfen auf. „Die Stimmung ist schwierig, wir dürfen uns nur nicht verrückt machen lassen“, sagte Laschet am Samstag vor Hunderten Anhängern in Braunschweig. Die Union habe „alle Chancen“. „Die Demoskopen haben alle Angst, ob sie wirklich Recht haben“, sagte Laschet.

In Niedersachsen werden noch vor der Bundestagswahl bereits am 12. September neue Kommunalparlamente gewählt. Am Morgen warb auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Peine um Stimmen, er absolviert wie Laschet am Samstag mehrere Wahlkampf-Termine in Niedersachsen.

Laschet forderte Scholz in Braunschweig zu einer klaren Aussage auf, ob dieser bereit sei, eine Koalition mit den Linken einzugehen. Die Linke habe sich dem Rettungseinsatz für Afghanistan verweigert. „Was muss denn noch mehr passieren, bis Olaf Scholz sagt, mit denen will ich nicht regieren“, rief Laschet. „Ich fordere von ihm Klarheit vor der Wahl, ruft er diese Leute in seine Regierung rein, ja oder nein.“

Für seine Partei schloss Laschet jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus: „Die AfD gehört nicht in deutsche Parlamente, das muss unser Ziel sein, dafür werden wir bis zum Ende kämpfen.“

Laschet räumte ein: „Natürlich ist in diesem Wahlkampf auch manches schief gelaufen.“ Das Land sei angesichts von Corona aufgeheizt. Einige Bürger forderten noch strengere Regeln, andere leugneten die Pandemie. Laschet betonte, eine Impfpflicht werde es nicht geben. „Niemand wird Kinder zwangsimpfen.“

Auch CDU-Landeschef Bernd Althusmann forderte die Union auf, sich von schlechten Umfragewerten nicht beeindrucken zu lassen. „Am Ende haben wir niemals aufgegeben. Wir als Union werden kämpfen.“