Walter über „Strafaktionen“: „Ich spiele, um zu gewinnen“

Von dpa 07.07.2021, 15:33
Hamburgs Cheftrainer Tim Walter bereitet vor dem Training die Bälle vor.
Hamburgs Cheftrainer Tim Walter bereitet vor dem Training die Bälle vor. Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Hamburg - HSV-Trainer Tim Walter sieht in seinen umstrittenen „Strafaktionen“ nach Trainings-Niederlagen einen Lernprozess. Wer verliert, muss mitunter spezielle Aufgaben erledigen: zum Beispiel Purzelbäume schlagen, Teamkameraden in die Unterkunft tragen oder mit der Nase in Bodenhöhe über den Rasen kriechen. „Auch wenn man nur würfelt oder Karten spielt: Wenn es einem egal ist, ob man verliert, wenn man nur spielt, um zu spielen, dann hast du verloren“, sagte Walter der „Bild“-Zeitung. „Ich spiele nie, um zu spielen. Ich spiele, um zu gewinnen. Ich erziehe auch meine Kinder so, dass sie Spaß daran haben, zu gewinnen.“

Bei der Wahl der Strafen bindet der Trainer des Hamburger SV sein Team mit ein. „Ich frage auch die Jungs: Habt ihr eine Idee? Was machen wir? Ich will, dass die Jungs sich Gedanken machen. Wenn ich verliere, das ist nicht so gut“, sagte der 45-Jährige. Auf diesem Weg versucht der Trainer, auch für gute Stimmung im Team zu sorgen und den Zusammenhalt in der Mannschaft zu festigen.