"ohne Wenn und Aber"

Corona: Was Virologe Alexander Kekulé vom Ende des Ausnahmezustands hält

Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass der Bundestag den Corona-Ausnahmezustand am 25. November auslaufen lässt. Damit würde die Bundesregierung ihre Sonderrechte zur Pandemie-Bekämpfung verlieren. Virologe Alexander Kekule hat dazu eine klare Meinung.

19.10.2021, 20:14 • Aktualisiert: 20.10.2021, 08:28
Der hallesche Virologe Alexander Kekulé.
Der hallesche Virologe Alexander Kekulé. Foto: imago images/Horst Galuschka

Leipzig/Halle (Saale)/DUR - Virologe Alexander Kekulé von der Universitätsmedizin Halle hat sich gegen ein Ende des Corona-Ausnahmezustands in Deutschland ausgesprochen. Er sei "ohne Wenn und Aber" dafür, den Ausnahmezustand noch einmal um drei Monate zu verlängern. Es sei derzeit "absolut nicht abzuschätzen", wie die Pandemie weitergehe. Deshalb plädiere er dafür, zu warten bis der Termin gekommen sei, das "vernünftig zu diskutieren", sagte er gegenüber MDR Aktuell.

Würde der Bundestag den Ausnahmezustand auslaufen lassen, würde das "quasi den gesamten pandemischen Gegenmaßnahmen den Hahn" abdrehen, so der Experte. Kekule kritisierte auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für seinen Vorstoß: Es sei schon "sportlich", mit so einer Forderung das Amt abzugeben, die so weit in die Zukunft reiche und so eine "Daumenpeilung" sei.