Wegen FIBA-Sanktion: Basketballer mit Transferstopp

Von dpa 01.07.2021, 15:00
Ein Ball liegt auf einem Basketball-Spielfeld.
Ein Ball liegt auf einem Basketball-Spielfeld. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Braunschweig - Die Basketball Löwen Braunschweig dürfen wegen einer Sanktion des Weltverbandes FIBA derzeit keine neuen Spieler registrieren. Das teilte der Bundesligist am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht des Online-Portals basketball.de. „Es ist korrekt, dass wir von der FIBA eine Sanktion erhalten haben, seit dem 3. Mai keine Spieler registrieren zu können“, sagte der Geschäftsführer der Löwen, Nils Mittmann. „Gegen diese haben wir allerdings sofort einen Einspruch eingelegt. Das Einspruchsverfahren dazu ist im Gange.“

Hintergrund der FIBA-Sanktion ist ein Rechtsstreit zwischen den Löwen und ihrem ehemaligen Spieler Trevor Releford. Der Amerikaner hatte die Niedersachsen auf die Zahlung ausstehender Gehälter verklagt und vor dem Schiedsgericht der FIBA recht bekommen. Dabei soll es sich um eine Summe in Höhe von 150 000 Euro handeln.

Die Löwen teilten nun mit, sie hätten das Urteil zwar akzeptiert und es sei damit rechtskräftig. Allerdings hätte sich der Club danach entschieden, rechtliche Schritte in Deutschland gegen Trevor Releford einzuleiten und die geforderte Summe daher noch nicht an Releford zu überweisen.

Die aktuelle Sanktion der FIBA bedeutet für die Löwen, dass sie für neue Profis keine Spielberechtigung bekommen. „Sie bedeutet aber keinesfalls, dass wir Spieler nicht verpflichten könnten“, sagte Mittmann.

Die Niedersachsen stehen aktuell noch ohne Trainer da. Zudem haben Leistungsträger wie Lukas Meisner (Hamburg) oder Karim Jallow (Ulm) den Club, bei dem NBA-Star Dennis Schröder Alleingesellschafter ist, verlassen.