Schulen

Weil: Umsetzung der Ganztagsbetreuung ist „Herausforderung“

Von dpa
inisterpräsident Stephan Weil (SPD).
inisterpräsident Stephan Weil (SPD). Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Hannover - Die Umsetzung des geplanten bundesweiten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule ist nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine große Herausforderung. „Bund und Länder werden gemeinsam hohe Anstrengungen unternehmen müssen, um diesen Rechtsanspruch auszufüllen“, sagte Weil am Dienstag laut Mitteilung. Die Umsetzung bleibe eine „gewaltige Herausforderung“, sagte der Regierungschef mit Blick auf die Finanzierung und die Personalausstattung in den Ganztagsgrundschulen.

Der Rechtsanspruch ist ein letztes großes Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung von Union und SPD, das die scheidende Koalition noch umsetzt. Geplant ist, dass jedes Kind, das ab dem Schuljahr 2026/2027 eingeschult wird, in den ersten vier Schuljahren Anspruch auf einen Ganztagsplatz bekommt. Geschätzt wird, dass ein Bedarf von 600.000 bis 800.000 Plätzen besteht.

„Es gibt viele gute Gründe für einen schrittweisen Ausbau der Ganztagsschulen insbesondere in der Grundschule“, betonte Weil. Damit könnten Schülerinnen und Schüler gerade in den ersten Schuljahren noch besser individuell gefördert werden. Für berufstätige Eltern werde die Betreuung ihrer Kinder noch verlässlicher.