Weitere Hilfe aus MV für Hochwasser-Gebiete

Nach der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehen die Aufräumarbeiten weiter. Das Ausmaß ist verheerend und jede Hilfe willkommen.

Von dpa
Fahzeuge des Roten Kreuzes und der Feuerwehr stehen bereit zur Abfahrt.
Fahzeuge des Roten Kreuzes und der Feuerwehr stehen bereit zur Abfahrt. Markus Scholz/dpa/archivbild

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern weitet seine Hilfe in den Hochwasser-Gebieten von Rheinland-Pfalz aus. Wie das Innenministerium in Schwerin am Mittwoch mitteilte, wurden von Ludwigslust aus neun Feldküchen in die Krisenregion geschickt. Zudem seien zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort 85 ehrenamtliche Helfer mit weiteren Hilfsgütern aus dem Nordosten entsandt worden. Etwa die Hälfte stellt der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), weitere Kräfte kommen von der Johanniter Unfallhilfe, vom Arbeiter-Samariter-Bund und von Spezialeinheiten der Feuerwehren.

„All das, was bei den Aufräumarbeiten benötigt wird, ist geladen“, erklärte DRK-Gruppenführer Frank Pech. Doch werde das Team hauptsächlich den Helfern vor Ort Hilfe leisten und sie verpflegen. Laut DRK gehört zu der Abordnung auch eine Gruppe von Psychosozialarbeitern. Der Präsident des DRK-Landesverbandes, Werner Kuhn, sprach den freiwilligen Helfern und deren Familien Dank und Anerkennung aus. Zugleich dankte er auch den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für den Einsatz freistellten.

Bereits unmittelbar nach den verheerenden Regenfällen in der vergangenen Woche waren ein Polizeihubschrauber und Transportfahrzeuge aus Mecklenburg-Vorpommern nach Rheinland-Pfalz verlegt worden. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem Norden hatten am Nürburgring, dem zentralen Einsatzort, eine Werkstatt aufgebaut, um dort Fahrzeuge und Rettungstechnik für den Katastropheneinsatz zu warten und zu reparieren.

Im Kreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz hatte das verheerende Hochwasser besonders schwere Schäden angerichtet. Rund 40.000 Menschen galten dort als betroffen. Die Zahl der Hochwasser-Todesopfer war bis zum Dienstag auf mindestens 170 gestiegen. Aus Rheinland-Pfalz wurden 122 und aus Nordrhein-Westfalen 48 Unwetter-Tote bestätigt. Noch immer werden Menschen vermisst.