Hochwasser

Weiterer Hochwasserschutz in Brandenburg

Von dpa 03.09.2021, 15:29 • Aktualisiert: 05.09.2021, 07:23

Mühlberg - In Südbrandenburg bei Mühlberg und Bad Liebenwerda (Landkreis Elbe-Elster) ist ein weiterer wichtiger Deichabschnitt an der Elbe fertig gestellt worden. Die Verstärkung des Elbehauptdeichs sei einer der Schwerpunkte beim Hochwasserschutz im Land, sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne). Bei den Flutereignissen in den Jahren 2002, 2006, 2011 und 2013 sei die Stadt Mühlberg noch glimpflich davongekommen. 2013 konnten die Deiche aber nur mit großem Aufwand und Unterstützung von Bundeswehr und Technischem Hilfswerk gesichert werden. Es sei klar geworden, dass die Hochwasserschutzanlagen künftigen Anforderungen extremer Hochwasserereignisse nicht mehr gewachsen seien.

Der Deich wurde nach den Angaben unter anderem auf einer Länge von 260 Meter verstärkt. Die Baumaßnahmen orientieren sich am Wasserstand von 10,11 Meter, dem 2002 am Pegel Torgau höchsten je gemessenen Hochwasserscheitel. Im Kreuzungsbereich mit der Landesstraße L 67 entstand ein neuer Durchlass.

Das Projekt kostete rund 3 Millionen Euro und wurde über den Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe sowie Mitteln des Landes Brandenburg gefördert und kofinanziert.

Die Elbe fließt in Brandenburg in den Landkreisen Elbe-Elster und Prignitz. Insgesamt verfügt das Land in der Region Südbrandenburg über rund 23,2 Kilometer Deiche rechts- und linksseitig der Elbe.

Seit 1997 wurden im Land mehr als 778 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Davon flossen über 171 Millionen Euro in die Elbdeiche und darunter rund 31 Millionen Euro in Mühlberg.