Weniger Schäden durch Hagel, Sturm und Starkregen

Von dpa
Starkregen mit Hagel fällt vor einer Hecke.
Starkregen mit Hagel fällt vor einer Hecke. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Schwerin/Berlin - Sturm, Hagel oder Starkregen haben im Jahr 2020 in Mecklenburg-Vorpommern deutlich weniger Schäden angerichtet als in Vorjahren. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte, summierten sich die durch derartiges Wetter verursachten Schäden auf etwa 20 Millionen Euro. Statistisch erfasst wurden dabei versicherte Schäden an Häusern und Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie erstmalig auch an Autos. Nach Angaben einer Verbandssprecherin betrug die Schadenssumme 2019, als Regengüsse im Nordosten mehrfach zu schweren Überflutungen geführt hatten, etwa 30 Millionen Euro. Dabei seien witterungsbedingte Schäden an Autos nicht eingerechnet gewesen.

Die Zahl der Schadensmeldungen lag laut Verband in Mecklenburg-Vorpommern um 20 Prozent niedriger als 2019. Mit 13,6 Meldungen auf 1000 Sachversicherungsverträge rangierte das Land auf Platz 14 der bundesweiten Naturgefahrenbilanz, der Bundesdurchschnitt lag bei 22. Am stärksten betroffen war 2020 das Saarland mit 54,9 Meldungen je 1000 Verträge. „2020 war erfreulicherweise ein deutlich unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr. Das lag vor allem daran, dass schwere Hagelereignisse und im Herbst schwere Stürme ausgeblieben sind“, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Nach seinen Angaben schlugen deutschlandweit Naturgefahren für die Versicherer mit insgesamt 1,95 Milliarden Euro zu Buche, prognostiziert war ein Wert von 3,8 Milliarden Euro.