Werder verteidigt Eggestein-Verkauf: Besser, sich zu trennen

Von dpa
Werders Johannes Eggestein am Ball (Archivfoto).
Werders Johannes Eggestein am Ball (Archivfoto). Carmen Jaspersen/dpa

Bremen - Die Verantwortlichen von Werder Bremen haben den bevorstehenden Verkauf des früheren Hoffnungsträgers Johannes Eggestein an den belgischen Club FC Royal Antwerpen verteidigt. „Er will mehr Spielzeit. Die konnten wir ihm nicht garantieren. Hinzu kommt, dass er im kommenden Jahr einen auslaufenden Vertrag hat“, sagte Clemens Fritz, Leiter Profifußball und Scouting, am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum DFB-Pokalspiel beim VfL Osnabrück (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). „Wir haben nach wie vor wirtschaftliche Zwänge. Und wir haben immer gesagt: Wenn wir eine Lösung haben, die für beide Seiten passt, dann werden wir uns einigen.“

Bei dem Wechsel des 23 Jahre alten Stürmers müssen beide Clubs nur noch letzte Details klären. Eggestein kam 2015 als Jugendspieler vom TSV Havelse zu Werder und galt lange Zeit als eines der größten Talente des Vereins. Doch der jüngere Bruder von Maximilian Eggestein schaffte in Bremen unter keinem seiner drei Profitrainer Viktor Skripnik, Alexander Nouri und Florian Kohfeldt den Durchbruch zum etablierten Bundesliga-Spieler. Bereits in den vergangenen Saison spielte er auf Leihbasis für den österreichischen Club Linzer ASK.

„Es ist keine ungewöhnliche Situation. Wir hatten viele Talente, die im Nachwuchsbereich unheimlich gehypt wurden. Da kann mal eine Verletzung dazwischen kommen. Man kann sich auch mal nicht so entwickeln, wie man sich selbst das vorstellt oder wie sich der Verein das vorstellt“, sagte Fritz. „Wir wissen um die Qualitäten von Jojo. Man muss aber auch dazu sagen: Wir spielen jetzt ein System, das nicht unbedingt zu ihm passt. Es hat nicht zu 100 Prozent gepasst. Dann ist es besser, sich zu trennen.“