ArbeitsmarktWieder mehr Bewerber für eine Ausbildung bei der Polizei

Von dpa Aktualisiert: 26.01.2023, 23:03
Polizeianwärter applaudieren bei der Vereidigung des Polizeimeisteranwärterlehrgangs 46.
Polizeianwärter applaudieren bei der Vereidigung des Polizeimeisteranwärterlehrgangs 46. Michael Reichel/dpa/Archivbild

Aschersleben/Magdeburg - In Sachsen-Anhalt haben sich zuletzt wieder mehr Frauen und Männer für einen Job bei der Polizei interessiert. Im vergangenen Jahr gab es 2511 Bewerber für die Studien- und Ausbildungsplätze an der Fachhochschule Polizei in Aschersleben, wie das Innenministerium in Magdeburg auf Nachfrage mitteilte. Im Jahr zuvor hatte es 2366 Bewerber gegeben. Der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre war 2018 erreicht worden mit knapp 3700 Bewerbern, bis 2021 gingen die Zahlen stetig zurück.

In den Jahren 2018 und 2019 waren mit 525 und 550 vergleichsweise viele Anwärterinnen und Anwärter eingestellt worden. 2020 waren es noch 452 und im Folgejahr 360. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Einstellungen wieder deutlich auf 462. Das Innenministerium bekräftigte das Ziel, die Polizei weiter aufzubauen. „Ziel ist es, bis zum Ende der Legislaturperiode mindestens 7000 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte zu haben.“

Wie bei anderen Studienrichtungen und Ausbildungen gibt es auch unter den angehenden Polizeibeamten Abbrecher. In den zurückliegenden fünf Jahren seien das in der Summe 342 gewesen, teilte das Innenministerium weiter mit. „Hauptsächlicher Grund für das vorzeitige Ausscheiden von Anwärterinnen und Anwärtern aus dem Vorbereitungsdienst ist neben dem Nichtbestehen von Prüfungen die Entlassung auf eigenen Wunsch.“ Letzteres sei eine individuelle Entscheidung, die die Betroffenen nicht begründen müssten.

Bei den Anforderungen an die Bewerber seien im Eignungsauswahlverfahren an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt bislang keine qualitativen Abstriche gemacht worden. Insbesondere seien die Mindestanforderungen zum Bestehen des Verfahrens nicht gesenkt.