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Wieder Pinguin-Sterben im Hoyerswerdaer Zoo

Von dpa
Humboldt-Pinguine begutachten die neugestaltete Anlage im Zoo Hoyerswerda.
Humboldt-Pinguine begutachten die neugestaltete Anlage im Zoo Hoyerswerda. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Hoyerswerda - Der plötzliche Tod mehrerer Humboldt-Pinguine im Zoo Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) hat böse Erinnerungen geweckt. Die vier Tiere seien kurz nacheinander gestorben, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Bei einem sei eine bakterielle Infektion diagnostiziert worden, bei einem anderen eine Pilzinfektion. Bei dem dritten Tier habe keine Todesursache festgestellt werden können, bei dem vierten stehe die Obduktion noch aus, hieß es.

Der Zoo hatte schon einmal ein Pinguin-Sterben erlebt: 2018 war die gesamte Gruppe dort an einer Pilzinfektion verendet. Daraufhin wurden eine neue Pinguin-Anlage errichtet und Tiere aus anderen Zoos in die Stadt geholt. Humboldt-Pinguine leben natürlicherweise an der Pazifikküste von Peru und Chile.

Die Pinguine seien durch die Mauser derzeit geschwächt und besonders anfällig für Infektionen, informierte der Zoo. Die verbliebenen fünf Tiere zeigten äußerlich bisher keine Anzeichen einer Erkrankung. Sie würden nun engmaschig überwacht und bekämen vorsorglich Fungizid und Antibiotika verabreicht. Zudem sei das Wasser im Becken mit Chlor versetzt worden, um eine Verbreitung von Bakterien zu verhindern.