Gesundheit

Wiedereröffnung: Kinderstation in Parchim startet im Oktober

Von dpa
Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe in Rostock.
Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe in Rostock. Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild

Parchim - Ab dem 11. Oktober soll die Kinderstation in Parchim wieder in Betrieb gehen. „Dies ist somit der Wiedereinstieg in die stationäre Vollversorgung in Parchim. Ich freue mich über das positive Signal mit Strahlkraft für die gesamte medizinische Versorgung in der Region“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe am Freitag in Parchim. Die Fachabteilung der örtlichen Asklepios-Klinik soll zunächst mit sechs Betten starten, anschließend soll die Kapazität schrittweise auf 16 Betten steigen, hieß es in einer Mitteilung.

Die Versorgung der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern stand erst kürzlich auf der Tagesordnung: Im August hatten sich Ärztinnen und Ärzte der Universitätsmedizin Rostock (UMR) mit einem Brief an die Landesregierung gewandt, um unter anderem auf Versorgungsprobleme in der dortigen Kinderklinik hinzuweisen. Kritik kommt in diesem Zusammenhang immer wieder an den sogenannten Fallpauschalen auf. Krankenhausleistungen werden in Deutschland seit 2004 mit Fallpauschalen je nach Art und Schwere sowie der Behandlungsmethode, unabhängig von der Länge des Krankenhausaufenthaltes, vergütet.

Ein gemeinsamer Antrag von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bremen für die Streichung der Fallpauschalen war zuletzt im Juni Thema im Bundesrat. Die Fallpauschalen funktionieren nach Einschätzung der Antragsteller für die Kindermedizin nicht, da hier der Personalbedarf höher und das Leistungsspektrum breiter sei als auf anderen Stationen, was zu höheren Kosten und damit zu einer systematischen Unterfinanzierung führe. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Schwerin am Freitag mitteilte, sei es das Ziel, ein zukunftsfähiges Vergütungssystem für die Kindermedizin und die Kinderchirurgie auf die Beine zu stellen.