BerlinWirtschaftssenator zur Friedrichstraße: Kein Vertrauen

Von dpa Aktualisiert: 26.01.2023, 22:55
Stephan Schwarz (parteilos), Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, aufgenommen während eines Interviews mit der dpa.
Stephan Schwarz (parteilos), Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, aufgenommen während eines Interviews mit der dpa. Soeren Stache/dpa

Berlin - Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) sieht die kurzfristige Ankündigung skeptisch, einen Teil der Friedrichstraße ab Montag dauerhaft zur Fußgängerzone zu machen. „Das Vorpreschen wiederholt die alten Fehler, indem man den letzten Schritt macht vor dem ersten“, sagte Schwarz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Mit dieser Aktion schafft man kein Vertrauen in den Prozess und stellt auch die Idee einer echten Beteiligung, die jetzt so wichtig gewesen wäre, gleich zu Anfang in Frage.“

„Ich kann die Enttäuschung und Sorge der Gewerbetreibenden und Anrainer völlig verstehen, die jetzt wieder aus der Presse erfahren, wie es weitergeht“, so der Wirtschaftssenator. „Für eine gut durchdachte, partizipative Gestaltung der gesamten Gegend um die Friedrichstraße ist das ein Bärendienst.“

Nach dpa-Informationen wurde die Wirtschaftsverwaltung selbst am Dienstagnachmittag erst unmittelbar vor ersten Medienberichten darüber informiert, dass der betreffende Friedrichstraßenabschnitt zwischen Leipziger Straße und Französischer Straße ab Montag dauerhaft für Pkw-Verkehr gesperrt werden soll. Offiziell gab dies die grüne Senatorin für Umwelt und Mobilität, Bettina Jarasch, am Mittwochvormittag bekannt.