Zahl der Einbürgerungen in Niedersachsen gesunken

In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr weniger Menschen eingebürgert worden. Das hat auch etwas mit der Corona-Pandemie zu tun.

Von dpa 04.07.2021, 08:50
Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland.
Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland. picture alliance / Stephan Jansen/dpa/Archivbild

Hannover - Laut dem Landesamt für Statistik ist die Zahl der Einbürgerungen in Niedersachsen gesunken. Im Erhebungszeitraum 2020 erhielten 8878 Menschen auf Antrag die deutsche Staatsbürgerschaft, das sind rund 19 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Knapp 2400 (rund 27 Prozent) von ihnen kamen aus der EU, wie aus dem statistischen Monatsheft vom Juni hervorgeht. Die größte Gruppe der in Niedersachsen Eingebürgerten stammte im Jahr 2020 demnach aus Syrien (1414 Menschen).

Bundesweit schrumpfte die Zahl der Neubürger im Vergleich zum Vorjahr in einer ähnlichen Größenordnung. „Dieser Rückgang ist gut zur Hälfte auf die verminderte Zahl an Einbürgerungen von Britinnen und Briten zurückzuführen“, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bereits Ende Mai. Auch der Ausbruch der Corona-Pandemie habe die Zahl kleiner werden lassen, da es bei den zuständigen Behörden teilweise zu verlängerten Wartezeiten gekommen sei und weniger Anträge bearbeitet werden konnten.