Zehn-Punkte-Plan für besseren Katastrophenschutz beschlossen

Von dpa
Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration von Schleswig-Holstein.
Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration von Schleswig-Holstein. Frank Molter/dpa/Archivbild

Kiel - Mit einem Zehn-Punkte-Plan will sich Schleswig-Holstein besser auf Katastrophen vorbereiten. Waldbrände, Pandemien, Hitzewellen, Sturmfluten, Hochwasser- und Starkregenereignisse, aber auch Bedrohungen aus dem Cyberraum träfen Deutschland vermehrt und rückten auch an Schleswig-Holstein heran, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Kiel. Auch größere und länger anhaltende Stromausfälle seien möglich.

Der Plan sieht unter anderem vor, die Bevölkerung besser zu informieren, ein neues Sirenensystem aufzubauen, Ausrüstung und Fahrzeuge zu modernisieren sowie ein neues Lage- und Kompetenzzentrum einzurichten. Er soll im wesentlichen bis 2030 umgesetzt werden. Eine Investitionssumme könne sie noch nicht nennen, sagte Sütterlin-Waack unter Hinweis auf eine anstehende Haushaltsklausur des Kabinetts. Es gehe sicher um einen höheren zweistelligen Millionenbetrag.

Das Ministerium hat nach eigenen Angaben bereits seit längerem mit den Kommunen an einer Strategie zum Schutz der Bevölkerung gearbeitet, die sich an den neuen Gegebenheiten ausrichtet. Dann habe die Hochwasser-Katastrophe in West- und Süddeutschland noch einmal gezeigt, wie entscheidend ein Ausbau der Strukturen sei, sagte Sütterlin-Waack.