Zu wenig Regen: Erste Maßnahmen zum Halten des Spree-Pegels

Von dpa
Wasser der Spree strömt aus der Talsperre Spremberg.
Wasser der Spree strömt aus der Talsperre Spremberg. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Cottbus - Aufgrund ausbleibender Niederschläge sind für das mittlere Spreegebiet nun erste Maßnahmen zum Halten des Pegels ergriffen worden. Das Landesumweltamt habe bereits angeordnet, die Abgabemengen aus der Spree in mehrere andere Gewässer zu reduzieren, teilte das Umweltministerium am Donnerstag mit.

Normalerweise fallen nach Angaben der Behörde im Juni durchschnittlich 50 Liter Regen pro Quadratmeter in Cottbus. Seit Monatsbeginn seien bisher jedoch lediglich 0,2 Liter pro Quadratmeter gefallen. Für die gesamte Lausitz werde derzeit außerdem kein Niederschlag vorhergesagt.

Unterstützung für das Spreegebiet kommt von der Talsperre Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) wo die Abgabemenge bereits erhöht worden sei. Auch die sächsischen Speicher hätten bereits damit begonnen, mehr Wasser abfließen zu lassen.

Unter den aktuellen Bedingungen verringerten sich die Reserven zügig. So sinke der Beckenwasserstand in Spremberg derzeit um drei Zentimeter pro Tag. Dazu kommt durch Temperatur und aufblühende Vegetation zunehmende Verdunstung. Das Landesamt für Umwelt bittet deshalb schon jetzt um einen sparsamen Umgang mit Wasser.