Zugverkehr in Mecklenburg-Vorpommern massiv eingeschränkt

Von dpa
Fahrgäste warten auf einen Zug.
Fahrgäste warten auf einen Zug. Julian Stratenschulte/dpa

Schwerin - Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn hat am Mittwochmorgen in Mecklenburg-Vorpommern bereits zahlreiche Zugausfälle und -verspätungen verursacht. Der Ausstand im Personenverkehr habe um 2.00 Uhr begonnen, bestätigte die Deutsche Bahn. „Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist der Zugverkehr massiv eingeschränkt“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Mittwochmorgen. Regional- und Fernzüge verkehren nach einem Ersatzfahrplan. „Dieser läuft bislang stabil“, sagte der Bahnsprecher. So wird etwa auf der Linie RE 1 zwischen Rostock und Hamburg ein Ersatzangebot mit Zügen oder Bussen eingerichtet, ebenso auf den Linien RE 3, 4 und 5. Zu den bestreikten Linien gehört auch die Usedomer Bäder Bahn (UBB). Für diese Linien können weder reduzierter Fahrplan noch ein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten werden, heißt von Seiten der Deutschen Bahn. Im Fernverkehr hat sie bundesweit 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen.

Bereits am Morgen zeichneten sich Streikschwerpunkte im Osten Deutschlands ab, teilte die Deutsche Bahn mit. Trotz Ersatzfahrplan könne nicht garantiert werden, dass Reisende an ihr Ziel kommen.

Nicht vom Streik betroffen sind die Verbindungen der Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG). Es könne jedoch zu Einschränkungen im Betriebsablauf sowie einer erhöhten Auslastung in den Zügen kommen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Am Dienstag hatte die GDL angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Mittwoch, 2.00 Uhr, für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken. Schon seit Dienstagabend bestreikt die Gewerkschaft den Güterverkehr. Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.