Zukunftsprojekte im Rostocker Zoo: Amur-Tiger und Elefanten

Von dpa 08.06.2021, 11:06
Der Eingang des Rostocker Zoos.
Der Eingang des Rostocker Zoos. Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild

Rostock - Der Rostocker Zoo könnte nach Plänen des scheidenden Direktors Udo Nagel künftig Amur-Tigern und Amur-Leoparden eine Heimat bieten. Beide Tierarten lebten am Fluss Amur, der durch weite Teile Ostasiens durch Russland und China führt, und seien akut gefährdet, sagte Nagel am Dienstag bei der Präsentation einer Ideensammlung, die den Weg des Zoos bis zum Jahr 2040 aufzeigen soll. Der Amur-Tiger steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN, die wildlebende Population bestehe vermutlich aus weniger als 400 Tieren. Der Wildbestand des Amur-Leoparden werde auf nicht einmal 100 Tiere geschätzt.

Neben der Anlage für diese beiden Raubtierarten umfasst der Plan einen Schaubauernhof mit Wikingerdorf für gefährdete nordische Haustierrassen, ein „Afrikaneum“ für Elefanten, Giraffen und Okapis sowie ein „Humboldteum“. Damit wolle der Zoo an seine Leuchttürme, dem Menschenaffenhaus „Darwineum“ und dem „Polarium“ für Eisbären und Pinguine, anknüpfen. Das „Humboldteum“ soll sich den Erkenntnissen des Forschers und Universalgelehrten Alexander von Humboldt (1769 - 1859) widmen und dabei die Biodiversität und die Bedeutung der Ökosysteme in den Vordergrund rücken. Die Gesamtkosten für die Projekte bezifferte Nagel auf bis zu 75 Millionen Euro. Nagel geht Ende Juni in Ruhestand.