Zuzug aus Berlin und Brandenburg: Mehr Einwohner in MV

Von dpa
Zwei Jogger laufen über eine Brücke zwischen Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.
Zwei Jogger laufen über eine Brücke zwischen Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Christophe Gateau/dpa

Neubrandenburg/Greifswald (dpa) – - Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns haben sich im Zuge der Corona-Pandemie 2020 deutlich mehr Menschen aus Berlin und Brandenburg angesiedelt als in den Vorjahren. Wie ein Sprecher der IHK Neubrandenburg am Mittwoch erklärte, geht das aus Angaben des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern hervor. So zogen 1734 Frauen, Männer und Kinder aus Berlin und Brandenburg in die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte. Das sei knapp zwei Drittel des gesamtes Zuzuges. Durch den Zuzug stieg die Einwohnerzahl in beiden Landkreisen erstmals seit Jahren wieder – um etwa 130 Einwohner. 

Der hohe Nettozuzug aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist laut IHK darauf zurückzuführen, dass die Corona-Maßnahmen in dicht besiedelten Regionen als besonders einschränkend wahrgenommen wurden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten Ende 2020 in beiden Landkreisen insgesamt 493.830 Einwohner, rund 130 mehr als 2019. Davon entfielen auf Vorpommern-Greifswald 235.773 Menschen, 150 mehr als 2019, und auf den nach Fläche bundesweit größten Kreis – die Seenplatte - 258.057 Einwohner, 17 weniger als Ende 2019.

Beide Regionen leiden seit 1990 unter Abwanderung junger Leute, so dass die Geburten stark sanken und der Altersdurchschnitt stark gestiegen war. Die IHK vertritt die interessen von rund 25.000 Firmen aus beiden Großkreisen.