Wie Großveranstaltungen organisiert werden

Ein Sicherheitskonzept muss behördlich genehmigt sein

Nach der Panik in Duisburg wird das Sicherheitskonzept bemängelt. Federführend bei einem solchen Plans ist die zuständige Behörde, wie der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Bernd Pawelke, in einem Gepräch mit der Nachrichtenagentur dpaerklärt.

Frage: Darf jeder eine Massenveranstaltung organisieren?

Bernd Pawelke: Im Prinzip Ja. Jeder, der gewerberechtlich dazu befugt ist. Das kann ein Gastwirt sein, ein Veranstaltungsmanager, eine Kirchengemeinde und und und.

Frage: Wo muss eine Veranstaltung angemeldet werden?

Pawelke: Das kommt auf den Umfang, die Art und den Ort der Veranstaltung an. Das Genehmigungsverfahren ist bei der örtlich zuständigen Behörde einzuleiten. Diese informiert dann alle Stellen, die mit der Veranstaltung zu tun haben könnten. Dazu zählen alle Träger der öffentlichen Belange, aber auch Feuerwehr und Hilfsorganisationen.

Frage: Welches ist die zuständige Behörde?

Pawelke: Das ist in jedem Bundesland unterschiedlich. Es kommt darauf an, ob es eine kreisangehörige Gemeinde ist oder eine Großstadt. Im Sicherheitsrecht gibt es in allen Kommunen solche Behörden.

Frage: Wie melde ich eine Veranstaltung an?

Pawelke: Das ist formgebunden. Bei der entsprechenden Behörde erhalten Sie die entsprechenden Unterlagen.

Frage: Wer erstellt das Sicherheitskonzept?

Pawelke: Natürlich muss der Veranstalter dazu beitragen, das Sicherheitskonzept aufzustellen. Aber federführend ist in jedem Fall eine Behörde. Die Behörde kann Auflagen erlassen, und dann wird geprüft, ob sie eingehalten werden können. Und dann wird unter Umständen eine Genehmigung erteilt.