24. Spieltag

Fußball-Bundesliga am Samstag: Sechs Spiele, sechs Köpfe

Zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund will Joshua Kimmich wieder für Furore sorgen. Beim VfB steht laut Trainer Pellegrino Matarazzo ein "Monster" im Tor. Der 24. Spieltag bietet interessante Personalien.

Friso Gentsch
Friso Gentsch dpa

Berlin (dpa) - Leverkusens Trainer Bosz will eine Serie beenden, Hertha-Coach Pal Dardai eine fortsetzen. In Wolfsburg steht ein Niederländer im Fokus, beim SC Freiburg will es ein Franzose seinem Landsmann Franck Ribéry gleichtun.

Und bei den Bayern? Möchte Joshua Kimmich die Prophezeiungen von Lothar Matthäus nicht enttäuschen: Sechs Spiele, sechs Köpfe, auf die in den Samstagspielen der Fußball-Bundesliga zu achten ist.

PETER BOSZ: Eigentlich müsste Peter Bosz schon Rückenschmerzen haben von all der Rückendeckung der letzten Wochen. Sie wollen halt unbedingt weitermachen mit dem Trainer von Bayer Leverkusen, weil sie von ihm und seinem Weg grundsätzlich überzeugt sind. Dass das Spiel in Gladbach ein Endspiel für den Niederländer sei, bezeichnete Sportchef Rudi Völler als "Blödsinn". Zwischen den Zeilen erklären die Bosse aber immer, dass sich natürlich auch Bosz an Ergebnissen messen lassen muss. Und damit sollte er nach dem Aus in beiden Pokal-Wettbewerben und dem Abrutschen auf Rang sechs schleunigst anfangen.

WOUT WEGHORST: Die TSG 1899 Hoffenheim ist der Lieblingsgegner des Wolfsburger Torjägers. Allein in den beiden vergangenen Auswärtsspielen schoss Weghorst gegen die TSG fünf Tore. Aktuell läuft es bei dem Niederländer aber nicht so gut. Seit vier Pflichtspielen ist er mittlerweile torlos, beim Pokal-Aus in Leipzig verschoss er einen Elfmeter. Trotzdem sagte sein Trainer Oliver Glasner vor dem Hoffenheim-Spiel: "Ich habe null Komma null Zweifel an seiner Qualität als Goalgetter. Wenn du in der Schule in jeder Arbeit eine Eins schreibst und dir dann zwischendurch mal eine Drei passiert, dann bleibst du immer noch ein Einserschüler."

JONATHAN SCHMID: Der Franzose des SC Freiburg steht vor seinem 273. Bundesliga-Spiel und damit vor einer ganz besonderen Marke. Denn mit einem Einsatz am Samstag würde der Außenbahnspieler den ehemaligen Bayern-Profi Franck Ribéry als französischen Rekordspieler der Bundesliga-Historie einholen. Der heute 37-jährige Ribéry war zwischen 2007 und 2019 bei den Münchnern auf diese Anzahl gekommen. Schmid spielt seit 2011 im deutschen Oberhaus und trug in dieser Zeit auch die Trikots der TSG 1899 Hoffenheim sowie des FC Augsburg.

GREGOR KOBEL: Der Stuttgarter Torhüter präsentiert sich aktuell in Topform. Nun soll er dabei helfen, auch Frankfurts Torjäger André Silva zu stoppen. "Gregor ist ein extrem ehrgeiziger Athlet. Er ist physisch extrem weit, was Kraft und Schnelligkeit angeht. Er ist schon ein Monster im Tor", sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo über den Schweizer. Der 23-Jährige werde "immer authentischer, findet immer mehr sein Wesen und hat mehr Selbstvertrauen in alles, was er tut", sagte Matarazzo. "Ich bin froh, dass er im Team ist." Kobels Vertrag beim VfB läuft noch bis Sommer 2024. Mit seinen jüngsten Auftritten dürfte er aber durchaus Begehrlichkeiten geweckt haben.

PAL DARDAI: Die weiße Weste soll für Pal Dardai ein gutes Omen sein. Zum zehnten Mal tritt der Ungar als Cheftrainer von Hertha BSC gegen den FC Augsburg an, noch nie hat er verloren. Am 28. Februar 2015 gelang ihm in seiner ersten Amtszeit mit einem 1:0 gegen Augsburg der erste Heimsieg, es folgten sechs weitere Partien ohne Niederlage und schließlich der Klassenerhalt. Mit der Vergangenheit aber will sich Dardai nicht aufhalten, in der aktuellen Auflage des Duells ist für die abstiegsgefährdeten Berliner nach neun Spielen ohne Sieg ein Dreier quasi Plicht. Da rückt auch sein 157. Spiel als Trainer in der Bundesliga in den Hintergrund. In der Club-Rangliste zieht er auf Rang zwei mit seinem einstigen Entdecker Jürgen Röber gleich. Hertha-Rekordtrainer in der Bundesliga ist Helmut Kronsbein.

JOSHUA KIMMICH: Beim wegweisenden 1:0 im Mai 2020 sorgte Nationalspieler Joshua Kimmich mit seinem sehenswerten Heber für die Vorentscheidung im Titelkampf. Auch beim 3:2 im November stand Kimmich im Fokus, als er sich verletzte und den Bayern wochenlang fehlte. "Für mich war aber in erster Linie wichtig, nicht so schnell wie möglich, sondern so stark wie vorher zurückzukommen. Mein Körper sollte danach keine Baustelle oder Schwachstelle haben. Und das ist mir bis hierher ganz gut gelungen", sagte der 26-Jährige in dieser Woche. Glaubt man dem früheren Weltfußballer Lothar Matthäus, wird der Münchner Mittelfeldstar "in die Geschichtsbücher eingehen - nicht nur in die des FC Bayern, sondern in die des gesamten deutschen Fußballs". Am Samstag will Kimmich erstmal den nächsten Sieg gegen den BVB.

© dpa-infocom, dpa:210305-99-709216/4

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