Elektronische Gesundheitskarte Von Silke Janko

Gigantisch vernetzt

Bereits für 2006 angekündigt kommt sie jetzt - die elektronische Gesundheitskarte, allerdings erst nur im Kleinformat. Massiver Widerstand wegen datenschutzrechtlicher Bedenken, gerade von Ärzten, hat die Einführung der Karte jahrelang verhindert.

Im Kern geht es - wenn denn das Projekt auch online funktioniert - um eine gigantische Vernetzung des Gesundheitssystems über das Internet, wobei die elektronische Karte den Schlüssel zu diesem Datenreservoir darstellt. Man kann es drehen oder wenden: Der Mediziner wird mit der Weitergabe sensibler Daten - trotz aller Sicherheitsmaßnahmen - ein Stück seines Arztgeheimnisses preisgeben, um des Vorteils der Kostenminimierung im Gesundheitssystem willen. Wenn dem Patienten aber garantiert wird, Herr seiner Daten zu bleiben, sie einsehen (aber nicht manipulieren) kann, dürften die Kritiker, die den "gläsernen Patienten" fürchten, vielleicht stiller werden. (Seite 1/Politik)