Kommentar

Die Auswahl von Olaf Scholz birgt Risiken

Ministerinnen ohne Fachkenntnisse und ein Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der als schwierig im Umgang gilt. Die Eignung war kein starkes Kriterium.

06.12.2021, 18:02 • Aktualisiert: 07.12.2021, 06:21
Alois Kösters
Alois Kösters Schlicht

Diese Auswahl birgt Risiken. Zwei Ministerinnen wissen nichts über ihr künftiges Fachgebiet. Und Karl Lauterbach glaubt, als einziger alles zu wissen. Beides sind keine guten Voraussetzungen für ein Ministeramt.

Geywitz ohne Führungserfahrung

Klara Geywitz hat weder Führungs- noch Berufserfahrung. Politisch hat sie sich um Gleichstellung gekümmert. Bauministerin wird sie, weil sie eine Frau aus dem Osten ist. Selbst der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sören Bartol, der das Thema seit fast 20 Jahren bearbeitet, hat da keine Chance.

Lambrecht gegen Kampfdrohnen

Scholz hatte die Wahl: Siemtje Möller, die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD kennt sich aus, ist international vernetzt und kommt gut an bei der Truppe, eine Aufsteigerin.

Verteidigungsministerin wird jedoch Christine Lambrecht, die vor kurzem noch ihren Ausstieg aus der Politik angekündigt hat. Das Amt gilt als eines der schwierigsten im Kabinett. Ihr einziger verteidigungspolitischer Beitrag: 2014 sprach sie sich gegen Kampfdrohnen aus. Das wird ihr den Einstieg nicht leichter machen.