Matthias Fricke zum Anstieg der Fahrraddiebstähle: Umdenken ist nötig

Inzwischen dürfte zumindestens in der Landeshauptstadt schon fast jeder von einem Fahrraddiebstahl betroffen gewesen sein. Nirgends wechseln so viele Räder in Deutschland auf kriminelle Weise den Besitzer - von der Fahrradstadt Münster und Cottbus mal abgesehen - wie in Magdeburg.

Zum einen könnte das an dem sehr fragwürdigen Verhältnis mancher Zeitgenossen zum Eigentum anderer liegen. Hier ist nicht nur verstärkt die Polizei, sondern bei sogenannten Intensivtätern auch die Justiz gefragt. Wenn gerade erwischte Ganoven immer häufiger aus der Polizeiwache kommen und mit dem nächsten gestohlenen Rad nach Hause fahren, kann etwas nicht stimmen. Zum anderen ist natürlich auch jeder einzelne von uns gefragt. Wenn jemand mit einem Bolzenschneider an einem Fahrradstand auftaucht, sollte das Grund genug sein, den Polizeiruf 110 zu wählen.

Wir sind oft auch selbst zu schludrig. Wenigstens die Rahmennummer kann man sich doch notieren. Über die Hälfte der Fahrradbesitzer macht das aber leider nicht. Eine Fahndung ist so aber unmöglich. Hier ist ein Umdenken dringend nötig.