Vatikan

Papst will Kirche gemeinsam mit Laien weiterentwickeln

Papst Franziskus ruft zur Mitarbeit an der Weiterentwicklung der Kirche auf. Wird es ganz konkrete Reformfortschritte geben?

Von dpa
Papst Franziskus grüßt Menschen auf dem Petersplatz.
Papst Franziskus grüßt Menschen auf dem Petersplatz. Andrew Medichini/AP/dpa

Rom - Papst Franziskus will ab Oktober in Vorbereitung auf die Weltbischofssynode 2023 alle Gläubigen weltweit zur Mitarbeit an der Weiterentwicklung der Kirche aufrufen.

„Mit dieser Einberufung lädt Papst Franziskus die ganze Kirche ein, sich Gedanken zu machen über ein für ihr Leben und ihre Sendung entscheidendes Thema“, hieß in einem im Vatikan vorgestellten Vorbereitungsdokument.

In diesem Dokument wird mehrfach der in der katholischen Kirche in Deutschland verwendete Begriff des „Synodalen Wegs“ aufgegriffen. Allerdings ist es fraglich, ob der Papst darunter Ähnliches versteht wie die deutschen Katholiken. Diese diskutieren seit eineinhalb Jahren die Position der Frau, die kirchliche Sexualmoral, den Umgang mit Macht und die priesterliche Ehelosigkeit und wollen dabei auch ganz konkrete Reformfortschritte erzielen.

In dem Vatikan-Dokument wird vor allem betont, dass die Kirchenführung dem Volk Gottes - den Laien, den Nichtklerikern - zuhören müsse. Gott erwarte von der Kirche des dritten Jahrtausends, den Weg der Synodalität zu gehen, also einen gemeinsamen Weg des Volkes und der Kirche, heißt es. Man müsse allen zuhören, auch den gewöhnlichen Menschen, und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu äußern, sagte der Untersekretär der Bischofssynode, Bischof Luis Marín de San Martín, auf einer Pressekonferenz im Vatikan. In jeder Diözese müsse es Versammlungen geben.