Bundeswehr-Reform Von Georg Kern

Sinnvoller Vorschlag

Verteidigungsminister zu Guttenberg hat einen Vorschlag zum Wehrdienst unterbreitet – und schon wischen ihn die ersten Kritiker beiseite. Sie sollten innehalten und die Vorteile des Vorschlags sehen.

Die Wehrpflicht bliebe im Sinne des Konzepts vom Bürger in Uniform grundsätzlich erhalten. Gut wäre das auch, weil die Bundeswehr viel Nachwuchs aus den Reihen der Wehrdienstler gewinnt. Zugleich wäre ein Freiwilligendienst eine angemessene Reaktion auf den veränderten strategischen Auftrag der Streitkräfte. Dabei geht es heute kaum noch um Landesverteidigung und die damit verbundene Massenmobilisierung, sondern um den Einsatz Weniger auf Auslandsmissionen.

Vor allem aber wäre mit dem Freiwilligendienst das stärkste Argument gegen die Wehrpflicht entkräftet: das Argument der Wehrungerechtigkeit. Es müsste ja niemand mehr zum Bund gehen – bei einer Truppengröße um 170000 Mann bliebe dennoch gewährleistet, dass die Bundeswehr ihre Aufgaben optimal erfüllt.(Politik)