"Supersarko" hält alle in Bewegung

Nikolas Sarkozy (57) gehört zum konservativen Lager, liebt aber den Tabubruch. Mit immer neuen Initiativen zwingt er Freund und Feind zu ständiger Bewegung. Beobachter spotteten daher über einen hyperaktiven Präsidenten - in Karikaturen oder Leitartikeln machte der Spitzname "Supersarko" die Runde.

Im Wahlkampf versprach er unter anderem nationalitätsgebundene Abgaben für Steuerflüchtlinge und eine drastische Reduzierung der Einwandererzahlen. Wenn auf europäischer Ebene Fortschritte im Kampf gegen illegale Migration ausbleiben, will er einseitig die Grenze schließen. Nach den Terroranschlägen in Toulouse und Montauban versprach er ein härteres Vorgehen gegen islamische Extremisten.

Sarkozys wichtigste politische Partnerin im Ausland ist derzeit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Seine häufigen politischen Abstimmungen mit ihr ließen in der Euro-Krise das Schlagwort "Merkozy" für die Achse Berlin-Paris aufkommen

Privat ist seine "First Lady" das singende Ex-Model Carla Bruni. Das Paar heiratete Anfang 2008 und hat seit vergangenem Jahr eine gemeinsame Tochter namens Giulia. Nach einer anfänglichen demonstrativen öffentlichen Zurschaustellung seines privaten Glücks und Wohlstands schwenkte Sarkozy angesichts der Kritik um. Sein Privatleben wurde bewusst vor den Paparazzi abgeschirmt, seine Frau tauchte öffentlich nur gelegentlich auf den Zuschauerrängen auf. (dpa)