Torsten Scheer zur Verfassung der Wirtschaft im Land: Stabile Lage

Aus der von der Norddeutschen Landesbank veröffentlichen Liste der 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt lässt sich einigermaßen zuverlässig die Verfassung der Wirtschaft im Land ablesen. Schaut man sich die Entwicklung der Mitarbeiter- und Umsatzzahlen genauer an, gibt es mit Ausnahme der immer noch arg gebeutelten Solarbranche seit mehreren Jahren keine größeren Verwerfungen mehr: Es herrschen stabile Verhältnisse.

Das ist vor allem der "Trägheit" der Branchenprimusse geschuldet. Viele Firmen haben nach Jahren mühsamer Aufbauarbeit ein Fundament gegossen und mittlerweile eine Größe erreicht, die das System insgesamt weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen macht. Darauf muss Wirtschaftspolitik reagieren. Superansiedlungen wie Autowerke wird es hierzulande nicht mehr geben. Der Trend geht zu ortsansässigen Unternehmen, die vermehrt aus eigener Substanz wachsen. Diese können weiter Hilfe gebrauchen.