Genehmigung

Bauarbeiten für LNG-Terminal Wilhelmshaven können beginnen

Grünes Licht: Der vorzeitige Baustart für Deutschlands erstes Flüssigerdgas-Terminal in Wilhelmshaven wurde genehmigt. Wann beginnen die Bauarbeiten?

Von dpa Aktualisiert: 04.07.2022, 17:34
Am zukünftigen Anleger für das FSRUs (floating Storage and Regasification Units) für den Flüssiggasimport für Deutschland findet der erste Rammschlag statt.
Am zukünftigen Anleger für das FSRUs (floating Storage and Regasification Units) für den Flüssiggasimport für Deutschland findet der erste Rammschlag statt. Sina Schuldt/dpa

Düsseldorf/Oldenburg - Das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat nach Angaben des Energiekonzerns Uniper grünes Licht für den vorzeitigen Baustart für Deutschlands erstes Flüssigerdgas-Terminal in Wilhelmshaven gegeben.

„Die schnelle Erteilung der Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn zeigt, welche Bedeutung das LNG-Terminal in Wilhelmshaven für die Versorgungssicherheit des Landes hat“, sagte Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach am Montag in Düsseldorf. „Das ist nicht selbstverständlich – vor allem zeigt es, was möglich ist, wenn die Gesellschaft, Industrie und Politik an einem Strang ziehen.“ Offizieller Baustart sei bereits am Montag (4. Juli).

Über das schwimmende LNG-Terminal Wilhelmshaven sollen bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr umgeschlagen werden. Das entspreche etwa 8,5 Prozent des aktuellen deutschen Gasbedarfs pro Jahr. Der erste Rammschlag für das Projekt erfolgte am 5. Mai in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Angestrebt wird eine Inbetriebnahme im Winter 2022/2023. Umweltverbände äußerten starke Bedenken gegen das Projekt.

„Wir sind sehr froh, dass es nun auch sichtbar losgeht“, sagte der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD). „Wir brauchen schnellstens Ersatz für russisches Gas und dafür sind wir im Norden bereit, Verantwortung zu übernehmen.“ Uniper hatte den Antrag für die erforderliche Genehmigung und auf Zulassung des vorzeitigen Beginns nach Bundes-Immissionsschutzgesetz Anfang Juni beim Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg eingereicht.