Frankfurter Börse

Geringe Gewinne im Dax dank guter Stimmungsdaten

An der Wall Street wurde heute nicht gehandelt, das machte sich auch an der Frankfurter Börse bemerkbar. Der Dax notierte zum Handelsende nur leicht verändert.

Von dpa 05.07.2021, 18:30
Dax-Werte werden im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse angezeigt.
Dax-Werte werden im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse angezeigt. Arne Dedert/dpa/Archivbild

Frankfurt/Main - Der Dax hat am Montag dank positiver Stimmungsdaten aus Europa seine Anfangsschwäche abgeschüttelt. Zum Handelsende notierte der deutsche Leitindex 0,08 Prozent höher bei 15.661,97 Punkten.

Insgesamt tritt er aber schon seit Wochen mehr oder weniger auf der Stelle. Für den MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen ging es am Montag um 0,21 Prozent auf 34.534,42 Punkte nach oben - im Tagesverlauf markierte er sogar ein Rekordhoch.

Wegen des gestrigen US-Feiertags „Independence Day“ wurde an den richtungsweisenden US-Aktienmärkten zu Wochenbeginn nicht gehandelt. Deshalb ging es an den Börsen hierzulande ruhig und schwankungsarm zu.

Auch in Europa fielen die Kursausschläge überwiegend gering aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,07 Prozent fester bei 4087,37 Zählern. Die nationalen Indizes in Paris und London verabschiedeten sich ebenfalls mit Gewinnen aus dem Handel.

Gute Konjunkturstimmung in Europa

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone kletterte im Juni auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit legte im Vergleich zum Vormonat auf 59,5 Zähler zu, womit das Resultat der ersten Erhebung leicht nach oben revidiert wurde.

Im Dax belegten die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von fast anderthalb Prozent einen der vorderen Plätze, während Commerzbank-Titel dank Gewinnen von knapp zwei Prozent zum erweiterten Favoritenkreis im MDax zählten.

MDax-Spitzenreiter war indes K+S: Nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag seit Mitte Juni legten die Aktien des Salz- und Düngerherstellers um über fünf Prozent zu, womit sie den vierten Handelstag in Folge klar im Plus schlossen. Bei 12,885 Euro waren sie so teuer wie seit November 2019 nicht mehr - für das laufende Jahr beträgt der Kursgewinn bereits 65 Prozent.

Übernahmeangebot in Australien hilft Fraport

Die Papiere des Flughafenbetreibers Fraport gewannen zum Wochenstart mehr als zwei Prozent. Sie profitierten Händlern zufolge davon, dass der Flughafen Sydney von einer Investorengruppe ein Übernahmeangebot erhalten hat. Das sorge auch für gute Stimmung unter Fraport-Aktionären, hieß es. Lufthansa-Titel verteuerten ich um gut drei Prozent. Aufgrund gesunkener Corona-Infektionszahlen wächst nach Angaben von Vorstandsmitglied Harry Hohmeister die Nachfrage nach Dienstreisen wieder.

Beim Kupferkonzern Aurubis konnten sich die Anleger dank steigender Kupferpreise über ein Kursplus von rund drei Prozent auf 83,44 Euro freuen. Damit setzten die Aktien ihren Lauf in Richtung des Rekordhochs aus dem Jahr 2018 bei 86,80 Euro fort.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 144,94 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,29 Prozent auf 172,67 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1866 US-Dollar - das entsprach dem zuvor von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgesetzten Referenzkurs.